Newsroom von Klenk & Hoursch

  • 4. Juli 2016 Klenk & Hoursch

    Wenn wir gut sind, sind wir Geschichtenerzähler

    Das Interview ist zuerst auf www.klenkhoursch.de/blog erschienen.

    Eine Konferenz zur digitalen Marken­führung im Jahr 2016 kommt um die Begriffe Content Marketing und Story­telling nicht herum. Und das zu Recht: Mehr als 50 Prozent der Unter­nehmen in Deutschland setzen laut ICMF-Barometer 2015 bereits heute auf einen inhalts­getriebe­nen Marketing­ansatz. Die BEEF4BRANDS, veranstaltet vom MUNICH DIGITALE INSITUTE, ging dieser Tatsache auf den Grund.

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    Bei der diesjäh­rigen Ausgabe der Konferenz stand die zentrale Frage im Raum, wie dieser inhalts­getrie­bene Marketing­ansatz im Spannungs­feld zwischen Werbung, Marketing und PR umzusetzen ist.

    Geschichten finden

    Vielleicht klingt es zu einfach, aber so ist es: »Man muss nur die Augen auf­machen, die Geschichten sind schon da.« Der Satz fiel nicht im Vortrag über eine Love Brand, sondern stammt von Christian Buggisch, Leiter Corporate Publishing bei DATEV. Und das zeigt: Geschichten müssen nicht erfunden, konstruiert oder künstlich aufgeblasen werden. Tweet: Wenn man ganz genau hinschaut und eifrig sucht, sind schon genug Geschichten da. Wenn Werber jetzt meinen, sie haben mit »Content« den heiligen Gral gefunden, dann bedienen sie sich an der Erfolgs­formel der PR – denn inhalts­getriebene Kommuni­kation ist hier nichts Neues.

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    Geschichten verpacken

    Inhalte müssen richtig vermittelt werden und – darauf machte Sina Trink­walder von manomama eindring­lich aufmerksam – sie müssen der Haltung des Unter­nehmens entsprechen. Passt die Geschichte zu meinem Unter­nehmen und wem will ich sie wie und wo erzählen? Tweet: #Lagerfeuerromantik

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    Ein gutes, junges Beispiel aus Deutsch­land lieferte FoodBoom. Sebastian Heinz zeigte auf der BEEF wie ein so viel­besetztes Thema wie Kochen als Lifestyle gepackaged werden kann. Und das mit Erfolg: Innerhalb von 12 Wochen konnten 9 Millionen Views und 60 Prozent »video watch time« auf YouTube erreicht werden.

    Quelle: YouTube, FOODBOOM TRAILER I Geschmack verbindet.

    Geschichten vermitteln

    Es ist wie bei einem guten Geburts­tagsge­schenk: Ist das passende Präsent gefunden und schön verpackt, dann soll es auch an die richtige Person im richtigen Rahmen übergeben werden. In der digitalen Welt treten Absender und Empfänger in eine interaktive 1:1 Beziehung. Tweet: Es reicht bei weitem nicht mehr aus, sich nur über den Absender Gedanken zu machen, denn der Empfänger erwartet ein marken­gerechtes Handeln.

    Carsta Maria Müller, Senior Social Inno­vation Manager der ProSiebenSat.1 Digital GmbH, machte dies am Enga­gement des Senders auf Snapchat deutlich: Nach einem Test­ballon im November 2015 startete der Sender im Mai eine Themen­woche zur neuen Hype-App. Ziel war es, Nutzern einen Eindruck zu geben, wie Sendungen vorbereitet und produziert werden. Das Interesse unter den Nutzern war offenbar aus dem Stand ver­gleichs­weise ordentlich: Mehr als 53.000 Mal wurden die so genannten Snaps abgerufen. Snapchat sei eine unge­zwungene Ergänzung zum TV.

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    Ein wirklich guter Geschich­ten­erzähler unserer Zeit ist Mammut. Der Schweizer Outdoor-Ausrüster beachtete bei seinem #Project360 die drei genannten Erfolgs­kriterien mit großer Sorgfalt:

    Geschichte = Aufbauend auf der Marken-DNA. Neben erfahrenen Berg­steigern waren auch Mitarbeiter von Mammut selbst, inklusive CEO Rolf Schmid, in das Projekt involviert.

    Package = Auf­merksam­keits­starkes Bild­material. Die Alpinisten kletterten dabei auf die höchsten und anspruchs­vollsten Berge der Welt, um fantastische 360-Grad-Pano­rama­auf­nahmen abzu­liefern. CEO Rolf Schmid trug höchst­persönlich die Kamera auf den Mont Blanc. Der User kann nun virtuell die Bestei­gung von Summits wie Eiger Nordwand, El Capitan oder Mont Blanc mitverfolgen.

    Kanal = Owned Media. Berichte und Videos auf der LandingPage, Virtual Reality-Erlebnis in der App. Dass so ein Projekt von den Medien aufge­griffen wird, versteht sich von selbst: Focus, Welt, Krone, aber auch Special-Interest-Portale der Zielgruppe wie klettern.de, alpin.de oder climbing.de. Dazu inter­nationale Beachtung rund um den Globus. Mehr geht nicht.

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    Dass das funktioniert zeigten nicht nur die Reak­tionen im Saal, sondern auch das eigene Gänse­haut­feeling.

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    Die BEEF4BRANDS fand am 2. Juni in München statt. Die dritte Ausgabe ist für 1. Juni 2017 geplant. Wir freuen uns auf noch mehr BEEF! Disclaimer: Klenk & Hoursch ist Partner der BEEF4BRANDS.
    Sebastian Riedel ist Senior Consultant bei Klenk & Hoursch und schwerpunktmäßig in den Beratungsbereichen Social Media & Digitial Marketing und Crisis & Issues tätig.

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