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  • 10. Mai 2015 PRSH

    PR(SH)-Rückblick | #ThePitch No. 3

    Mit #ThePitch No. 3 ging die inzwischen erfolgreich etablierte Veranstaltung des PRSH in die dritte Runde. Fünf Agenturvertreter „pitchten“ am Dienstag, den 24. März 2015 um die Gunst der hannoverschen PR-Studierenden. Als potenzielle Arbeitgeber präsentierten sich diesmal: RCKT. Rocket Communications, ORCA van Loon Communications, Storymaker, Weber Shandwick und achtung! In 15 Minuten stellten die Gäste ihre Agentur vor und diskutierten im Anschluss zum Thema über die Zukunft der PR.

    Nach der Begrüßung durch PRSH-Kurator Prof. Dr. Szyszka, machte Andreas Winiarski von RCKT den Anfang. Die erst 2015 gegründete Agentur entstammt aus der Kommunikationsabteilung von Rocket Internet. Das 40-köpfige Team sitzt im Herzen Berlins und möchte in Zukunft neben den Unternehmen von Rocket Internet auch externe Kunden vor allem im Bereich Brand Marketing unterstützen. Winiarski sucht nach dem „Einhorn“, wie bei RCKT der Nachwuchs genannt wird. Und damit ihm das jeder glaubt, hatte er einen unterschriebenen Trainee-Vertrag gleich mit im Gepäck. Gesucht werden „konstruktive ‚Nein‘-Sager“, die vor allem eins mitbringen: Mut. Bei RCKT könne der PR-Nachwuchs ein junges Team, unkonventionelle Ideen und Leidenschaft erwarten.

    Weiter ging es mit Ulrike Penz von ORCA van Loon Communications aus Hamburg. Für die Senior-Beraterin im Bereich Markenkommunikation sei es, „wie nach Hause zu kommen“, denn auch sie hat vor nicht allzu langer Zeit an der HS Hannover studiert und empfindet die Ausbildung als einen „verdammt guten Einstieg“. Für die inhabergeführte PR-Agentur spreche laut Penz vor allem das einzigartige Teamgefühl und das hohe Maß an Eigenverantwortung von Anfang an. Einsteiger können ein breites Themenfeld und „Projekte mit Herz“ erwarten. Die Arbeit zeichne sich durch Qualität und Professionalität, aber nicht zuletzt durch Authentizität aus. Penz fasste aufgrund der vielen Alumni bei ORCA zusammen: „Die HS Hannover und ORCA – ein Erfolgsmodell“.

    Nach einer kurzen Pause legte Björn Eichstädt von Storymaker los. Er kam mit dem größten Logo und hatte einige Geschichten im Gepäck. Erst über einige Umwege kam der Neurobiologe zur PR. Gemeinsam mit Journalistin Heidrun Haag führt er die Agentur Storymaker mit Sitz in Tübigen. Spezialisiert auf Technologieunternehmen, waren sie die erste deutsche PR-Agentur, die nach China expandierte. Dort ist Storymaker seit 2007 auch vertreten und unterstützt deutsche Unternehmen bei der Kommunikation vor Ort. Eichstädt geht es bei seiner Arbeit vor allem darum, die Story des Unternehmens zu finden und diese Identität auf narrativer Ebene zu kommunizieren. Bei Storymaker erwarte Neueinsteiger Internationalität und gleichzeitig Familienfreundlichkeit.

    Christiane Schulz, deutsche Geschäftsführerin der internationalen Netzwerk-Agentur Weber Shandwick, legt bei ihrer Arbeit besonderen Wert darauf, dass die Zusammenarbeit allen Beteiligten – sowohl Mitarbeitern als auch Kunden – Spaß mache. Die Kommunikationsarbeit sei international ausgerichtet, zeitgemäß und modern. Dies zeigte die Agenturvertreterin anhand interessanter Case-Studies der Kommunikationskampagnen von Weber Shandwick. Für den Einstieg brauche es laut Schulz vor allem Offenheit und „die richtige Einstellung“. Dafür biete die Agentur interessante Trainee-Programme und eine Akademie zur Nachwuchsförderung, über die sich die Zuhörer gleich dank der mitgebrachten Goodie-Bags informieren konnten.

    Den Abschluss der Agenturpräsentationen machte Mirko Kaminski von achtung! aus Hamburg. Die Hamburger Agentur möchte die „zwei Millimeter“ erreichen: Hiermit meint er die Iris des Auges, die sich bei Überraschung um bis zu zwei Millimeter vergrößert. Durch neuartige Kampagnen will achtung! Aufmerksamkeit erzeugen und „etwas Besonderes erschaffen“. Ziel der Agentur sei es, aus Marken Bewegungen werden zu lassen und mit guten Ideen zu punkten. Laut Kaminski müssen Neueinsteiger neben Leidenschaft und wahrer Obsession vor allem eines mitbringen: Empathie. Um dieser Leidenschaft auf die Spur zu kommen, bat Kaminski alle Studierenden in einem Satz aufzuschreiben, was sie an PR fasziniert. Der beste davon gewinne im Anschluss an das Podium eine Reise zum Kreativfestival nach Cannes. Wenn diese Aktion bei den Studierenden die zwei Millimeter nicht erreichte…

    Auf dem Podium stellten sich die Pitch-Teilnehmer der Frage nach der Zukunft der PR. Mirko Kaminski plädierte dafür, sich von der Spezialisierung als Herkunft und Wachstumsort zum Generalisten zu entwickeln. Christiane Schulz sieht als großes Zukunftsthema die Visualisierung der Kommunikation an, also weg vom Text und hin zum Bild. Auch Björn Eichstädt stimmt zu: „Schreiben war gestern“. Für ihn spielen außerdem die Trends Digitalisierung und Globalisierung eine Rolle. Andreas Winiarski merkt an, dass sich ein Unternehmen in Zukunft noch stärker zum Produkt entwickle und somit immer mehr auf Content- und Brand-Marketing setzen solle. Letztlich ginge es darum, erwartbare Muster zu durchbrechen, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen.

    Bei der Frage, was Kreativität bedeute und wie wichtig sie sei, gibt Ulrike Penz zu bedenken, dass Kreativität immer möglich sein sollte, in unternehmerischem Druck jedoch zu oft auf der Strecke bleibe. Kaminski ist der Meinung: „Kreativität schafft die Auslese“, wobei nicht jeder unbedingt kreativ sein müsse, um in diesem Job erfolgreich zu sein. Basis von Kreativität seien fundierte Insights und gute Analysen, wie Schulz in diesem Zusammenhang erinnert. Auch Winiarski stimmt in die Diskussion ein: Kreativität brauche Raum und Mut.

    Die Reise zum Cannes Lions International Festival of Creativity sicherte sich mit ihrem Satz Katalin Genius aus dem zweiten Bachelor-Semester Public Relations, die es kaum glauben konnte. Wir bedanken uns bei allen Pitch-Referenten, bei Prof. Dr. Szyszka für die souveräne Moderation, bei allen fleißigen Helfern und den über 50 Gästen im Planet MID. Wir freuen uns bereits auf das vierte Mal, wenn es heißt: „Let’s pitch“.

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