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  • 7. Juni 2015 PRSH

    PR(SH)-Lecture mit CEO Oliver Klein von Cherrypicker

    Handwerker und Architekten der Kommunikation

    Wie sich die Kommunikation und die Agenturbranche verändern wird und was dies für einzelne Agenturen und Kommunikationsfachleute bedeutet – aus der Sicht von Deutschlands erfolgreichster “Pitchberatung”: CEO Oliver Klein von Cherrypicker referierte in der zweiten PR(SH)-Lecture im Sommersemester 2015 zum Thema “Handwerker oder Architekt in der Kommunikationsbranche”.

    Schwerpunkt Relationship-Management

    Cherrypicker ist eine auf Agenturmanagement spezialisierte Beratungsfirma mit Sitz in Hamburg. Auf nationaler und internationaler Ebene berät Cherrypicker werbetreibende Unternehmen und Institutionen in allen Fragen rund um Agenturen und Marketing-Dienstleister. Die Kern-Services des Agenturmanagements: Grundlage einer Agenturauswahl ist die fundierte Analyse der Anforderungen an die zukünftige Agentur für ein Unternehmen. In einem mehrstufigen Auswahlprozess begleitet Cherrypicker zur neuen Agentur. Ein Pitch muss dabei übrigens nicht immer das Mittel der Wahl sein. Der strukturierte Prozess und die professionelle und lösungsorientierte Beratung sollen für alle Beteiligten wichtige Impulse geben und die Effizienz in der Zusammenarbeit deutlich steigern. Wichtig hierfür ist vorallem der Faktor “Relationship-Management” – also alle Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kunden und Agenturen.

    “Besonders heute, in Zeiten von wachsendem Erfolgsdruck, immer knapper werdenden Budgets und Einflüssen von Einkauf und Revision auf Kommunikationsentscheidungen, gewinnt die Auswahl der idealen Kommunikations-Agentur an Bedeutung. Sie legt den Grundstein dafür, ob die Kommunikation eines Unternehmens oder einer Marke erfolgreich sein kann”, beschreibt Oliver Klein von Cherrypicker. Kommunikationslösungen bestehen schon heute und zukünftig vor allem aus verschiedenen Modulen – Bausteine die aufeinander abgestimmt sind. Oliver Klein erklärt, dass vier Entwicklungen langfristig den Agenturenmarkt verändern werden: Change, Digitalisation, Customisation, Collaboration sind die Stichwörter.

    Alle sprechen darüber – es nennt sich: (digitaler) Wandel

    Technologische Erneuerungen und Innovationen, die unsere Zukunft gewährleisten: Der Austausch von Informationen und Wissen bestimmt unser Handeln sowie unsere kommunikative Vernetzung. Die neuen Kompetenzzentren bilden einen stetigen Wandel. Unternehmen müssen in der Lage sein darauf zu reagieren und bei der Vorbereitung von Entscheidungen im Management in neue Dimensionen vorzustoßen. Die Kommunikationswissenschaft wächst damit aus ihrer Nische heraus. Digitale Technologien werden die kommunikative Welt und das Verhalten ihrer Akteure verändern, erklärt Oliver Klein. Customisation meets Collaboration: Kundenindividuelle Produktionen oder individualisierte Anfertigungen werden immer beliebter. Kunden haben das Bedürfnis nach Individualisierung eines Produktes und damit nach weiterer Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Für Unternehmen hingegen kann durch die persönliche “Sonderanfertigung” ein Wettbewerbsvorteil durch die individuelle Befriedigung der Kundenbedürfnisse erlangt werden. Die Differenzierung des Angebots kann sich dem gesellschaftlichen Individualisierungsprozess stets anpassen. Industrialisierung der Kommunikation – ein neues Paradigma der digitalen Kommunikation zeigt bereits das Thema Industrie 4.0 und damit der Faktor “Collaboration”: Mitarbeiter können sich aktiver am Geschäftsprozess beteiligen und verschiedenste Collaboration-Tools nutzen; dies führt zu einem Mix aus Kommunikation und Dokumentenmanagement.

    The Specialist vs. The Generalist – Tiefenwissen vs. Fachwissen?

    Sich in Richtung Spezialist entwickeln oder in Richtung Generalist? Zunehmend werden wir vor diese Frage gestellt. Denn es heißt: Fachpersonal, welches über den Tellerrand schauen kann und nicht mit einem Tunnelblick voranschreitet wird gesucht. Allerdings heißt es auch: Nur die Spezialisten können standardisieren, erfolgreich skalieren und internationlisieren.  Man muss sich auch den Fragen stellen: Wie wachsen diese jeweiligen Personen in das Unternehmen oder in die Agentur hinein und welchen Mehrwert bietet letztendlich die Einzelperson ob Generalist oder Spezialist. Zudem zählen Basisqualifikationen und soziale Kompetenzen müssen neben dem Expertenwissen vorhanden sein – Soft Skills wie Teamarbeit, Kommunikation und Präsentation stehen auf der Agenda, um bestmögliche Chancen im Beruf ergreifen zu können.

    Fakten, Fakten, Fakten – Fakten holen keinen mehr ab

    Richtig gute Geschichten erzählen sind in der heutigen Zeit eine gute Währung. Der Content muss zielgerichtet sein, sodass Menschen sich dafür interessieren. Storytelling ist das Schlagwort für eine stärkere Emotionalisierung. Es gehe eher in die Richtung einer Involvement-Kommunikations als Absender-Kommunikation, so Oliver Klein.
    Den PR-Professionals von morgen rät Oliver Klein “mit frischem Wind heineingehen“: Fragen stellen und Eigeninitiative zeigen. Denn am Ende kann jeder selbst seine Richtung und Position bestimmen; das gilt für die Arbeit im Agenturmanagement als auch die im Kommunikationsmanagement, allerdings immer im Wandel der Zeit. Denn wichtig ist, wer offen ist für neue Kommunikationswege.

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