
Lesen bildet. Schreiben aber auch. Bereits in den Zwanzigerjahren untersuchte die Lernforscherin Catherine Morris Cox die Studientechniken von Genies. Sie verglich zahlreiche Biografien von herausragenden Geistern der Geschichte […]. Heraus kam: Viele zeichneten schon früh ihre Gefühle und Gedanken in Tage- und Notizbüchern auf oder schrieben darüber in Briefen an ihre Freunde und Familienangehörige. Aus anderen Studien weiß man, dass allenfalls ein Prozent der Bevölkerung seine Gefühle, Eindrücke und Erfahrungen schriftlich verarbeitet. Aber diejenigen, die Höchstleistungen vollbringen, gehören fast immer dazu.
Gehirnforscher sind sich heute sicher, dass Intelligenz nicht nur genetische Wurzeln hat, sondern durch die Interaktion mit uns selbst und unserer Umwelt gefördert wird. Wir trainieren und stimulieren neuronale Verbindungen, wenn wir unsere Gedanken aufschreiben. Umgekehrt: Jedes Mal, wenn man vergisst, einen guten Gedanken festzuhalten, ihn reifen zu lassen und zu Ende zu denken, trainiert man das Vergessen und mindert sein Potenzial […].
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