Karrieretipps & Brancheninfos

Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt… für immer Praktikant. Deshalb lautet die Devise: Informieren, rausfinden, schlaumachen. Da kommen unsere grundlegenden Karrieretipps im FAQ-Format doch wie gerufen. Auch ein Blick in unsere kostenlosen Publikationen, Datenbanken und Studienergebnisse lohnt sich – darin erfahren Sie, wie Ihre Branchenkollegen so ticken oder worin sich einzelne Agenturen unterscheiden.

Karrieretipps für die Kommunikationsbranche: Wie man die Weichen richtig stellt

Karriereplanung in der Kommunikationsbranche heißt für viele Ein- und Aufsteiger ersteinmal Stochern im Nebel. Denn  das Berufsbild ist nicht eindeutig definiert, die Zugangswege sind fast so vielfältig wie die Arbeitsmöglichkeiten. Das wirft Fragen auf – hier gibt es Antworten.

  • Wie sieht der Königsweg für die Karriereplanung aus?

    Die schlechte Nachricht zuerst: Den Königsweg für eine erfolgreiche Kommunikationskarriere gibt es nicht. Die gute Nachricht: Das macht überhaupt nichts. Wer sich fundiert informiert, kritisch reflektiert und entschlossen handelt, der wird die Weichen für seinen ganz individuellen beruflichen Erfolg sicher richtig stellen. Sie sollten für sich persönlich herausfinden

    • welche Möglichkeiten es im Markt gibt,
    • was davon zu Ihnen passt und
    • wie Sie ihr individuelles Ziel erreichen.

     

    Lassen Sie sich dabei nicht verrückt machen. Zwar sollten Sie Antworten auf alle oben angeführten Fragen finden – aber nicht sofort zum Berufseinstieg, sondern nach und nach. Vieles muss man einfach erst einmal ausprobieren. Karrierehysterie hat noch niemandem geholfen.

  • Agentur oder Unternehmen - wo bin ich besser aufgehoben?

    Agentur oder Unternehmen, das ist hier die Frage. Bin ich eher der Beratertyp und passe zu einem Kommunikationsdienstleister? Oder bin ich in der Kommunikationsabteilung eines Unternehmens besser aufgehoben?

    Eine pauschale Antwort auf diese Grundsatzfrage gibt es nicht – die muss jeder für sich selbst finden. Die folgenden Informationen helfen dabei, noch aufschlussreicher sind Praktika und freie Mitarbeit.

    Wohlgemerkt: Die Entscheidung zwischen Agentur und Unternehmen muss zwar zu Beginn der Karriere getroffen werden, ist aber keine endgültige. Ein Wechsel von der einen auf die andere Seite (häufiger: von der Agentur ins Unternehmen) ist durchaus üblich. Viele Young Professionals wählen den Einstieg in eine Agentur. Weil es dort mehr Stellen gibt – aber auch, weil man dort in kurzer Zeit eine Menge lernen kann, was einem auch im Unternehmensalltag hilft. Deshalb wird der Agentureinstieg oft als „Sprungbrett ins Unternehmen“ bezeichnet.

    agentur vs unternehmen

  • Karrierestufen: Welche gibt es - und wie unterscheiden sie sich?

    Für die Karrierestufen gilt, was für die gesamte Kommunikationsbranche gilt: hier herrscht Vielfalt. Zwar folgen viele Arbeitgeber  im Kern dem Schema Trainee-Junior- Berater/Referent-Senior-Chef. Die konkreten Bezeichnungen dafür können sich aber durchaus unterscheiden, nicht zuletzt die internationalen Netzwerkagenturen sind hier recht kreativ, auch was Zwischenstufen angeht. Was dem einen sein Executive, ist dem anderen sein Associate.

    Damit hat das folgende Schaubild etwas Holzschnittartiges – bietet aber zumindest eine gewisse Orientierung:

    Karriereleiter

    Mit der Position wandeln sich in aller Regel auch die Tätigkeitsfelder:

    • Als Einsteiger in der Kommunikationsbranche wird man vor allem mit operativen Aufgaben (Texte schreiben, bei Journalisten nachfassen, Marktdaten recherchieren) und auch mit administrativen Tätigkeiten (Verteiler pflegen, Serienbriefe erstellen) betraut. Bei strategischen und beraterischen Aufgaben hat man meist eher unterstützende Funktion.
    • Auf höherer Ebene rücken diese Tätigkeiten in den Mittelpunkt: Man entwickelt Konzepte, plant und moderiert Workshops, präsentiert vor Kunden oder dem Vorstand, spricht mit Key-Journalisten etc.. Vieles von dem, was man früher selbst getan hat, steuert man nun: man redigiert Texte, anstatt sie zu schreiben, man delegiert den telefonischen Journalisten-Nachfass an einen Mitarbeiter. Management spielt eine immer größere Rolle – und damit ist nicht nur das Management von Themen, Botschaften und der Beziehungen zu Stakeholdergruppen gemeint, sondern das von Strukturen und Prozessen. Wer Etatverantwortung hat, kümmert sich nun auch um die Budgetplanung; wer Personalverantwortung hat, führt Mitarbeitergespräche. Verstärkt ist eine unternehmerische Denkweise gefragt, wenn es darum geht, profitabl bzw. wirtschaftlich zu arbeiten und Erfolge zu belegen.

     

    Weitere Informationen zu den Kompetenzen, die ein Kommunikator heute und zukünftig braucht, finden Sie unter Aus- und Weiterbildung.

  • Generalist oder Spezialist - also alles gut können oder eines besser?

    Die Kommunikationsbranche ist sehr heterogen – und sie differenziert sich immer stärker aus. Vor diesem Hintergrund kann es sehr sinnvoll sein, sich zu spezialisieren. Wer gezielt Expertise in einer bestimmten Branche, einer bestimmte Kommunikationsdisziplin aufbaut, der kann Erfüllung finden, Karriere machen und gutes Geld verdienen.

    Aber: Welche Branche, welche Disziplin soll es sein, der man sich für  lange Zeit mit Haut und Haar verschreibt? Das muss man erst einmal herausfinden – und zwar nicht im Trockendock, sondern im Job selbst. Das ist einer der Hauptgründe, die für einen generalistsichen Einstieg sprechen. Und es gibt noch mehr: Auch ein Experte für strategische Kommunikation mit Schwerpunkt Mergers&Acquisitions sollte beispielsweise wissen, wie klassische Medienarbeit funktioniert und was ein Retweet ist – sonst kann er seiner Rolle als Schnittstellenmanager nicht gerecht werden. Und genau das sind die PR-Manager der Zukunft: Manager an und von Schnittstellen (mehr dazu unter Aus- und Weiterbildung). Damit werden der Blick und auch der Griff über den Tellerrand zur Pflicht. Hinzu kommt: Wer sagt, dass das Expertenwissen über Jahre und Jahrzehnte hinweg gefragt sein wird – und ob man nicht irgendwann einmal etwas anderes machen möchte? Dann kann es sich rächen, wenn man Karrierekorridor von Anfang an sehr eng angesetzt hat…

    Deshalb unser Tipp: Legen Sie ein stabiles, breites Fundament, was Branchen und Disziplinen angeht. Und wenn Sie Ihr Steckenpferd gefunden haben, dann geben Sie ihm die Sporen.

  • Kind oder Karriere – oder beides?

    Kind oder Karriere? Hier lassen wir eine Kommunikationsexpertin zu Wort kommen, die beides unter einen Hut gebacht hat: Dr. Bernadette Tillmanns-Estdorf, Direktorin Unternehmenskommunikation / Senior Vice President Corporate Communications bei B. Braun Melsungen:

     

    Die Entscheidung für Kinder, für Kinder und Berufstätigkeit oder für Kinder und die Betreuung zu Hause ist eine sehr persönliche, die mit der gesamten Familie getroffen werden sollte. Egal, wie sie ausfällt – sie verdient Respekt. Drei einfache Fragen helfen dabei, hier Klarheit zu schaffen:

     

    Will ich meine Mutter- (oder Vaterrolle) mit meinem Berufsleben dauerhaft in Einklang bringen?

    Das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen den Interessen und Anforderungen des Arbeitgebers und der Familie, Kindern und auch dem Ehepartner, wird sich in Zukunft durch Ihr Leben ziehen. Da hilft es, realistisch heranzugehen, und die Entscheidung für sich kritisch zu hinterfragen. Ich muss wissen, dass es auch für mich persönlich ab und zu erforderlich sein wird, manchmal „Alle Fünfe gerade sein zu lassen“. Die Kunst wird es sein, herauszufinden, wann und wo.

    Bin ich bereit, hierfür auch Opfer zu bringen?

    Ein möglichst früher Wiedereinstieg in den Beruf ist unerlässlich, um den Anschluss nicht zu verlieren. Alleine dieser Schritt braucht Disziplin und eine klare Überzeugung. Mit gutem Gefühl gelingt alles nur, wenn von Anfang an klar ist, dass eventuelle Lücken eigenverantwortlich geschlossen werden müssen. Die Suche nach der richtigen und besten Form der Betreuung, den Aufbau von Netzwerken und auch die Pflicht, hierzu früh die Weichen zu stellen, wird Ihnen niemand abnehmen.

    Ermöglicht mir mein Arbeitgeber die nötige Flexibilität, um beide „Welten“ miteinander zu verbinden?

    Als PR-Leute sind wir es gewöhnt, Ziele zu definieren, Konzepte zu entwickeln und diese konsequent in die Praxis umzusetzen. Wie anders ist doch da die Welt mit Kindern: das Fieber am Morgen, die geschlossene Kindertagesstätte, die Dienstreise mitten in den Sommerferien – Vorsorge ist angesagt, mit Netz und doppeltem Boden. Flexible Arbeitszeitmodelle und individuelle Absprachen mit dem Arbeitgeber geben Sicherheit und lassen Luft für manchmal notwendige schnelle Reaktionen.

 

Brancheninformationen des PR Career Centers

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Umfrage "Karrierebarometer"

Seit 2010 horcht das PR Career Center mit seiner Umfrage "Karrierebarometer" in die Branche hinein: Wie zufrieden sind die Young Professionals mit Ihren Jobs, was verdienen sie, welcher Arbeitgeber hat bei ihnen welches Image? Dafür arbeiten wir mit dem PR Journal und dem Institut für Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück zusammen.

 

Nehmen Sie an der Branchenumfrage "Karrierebarometer" teil oder sehen Sie sich die Ergebnisse der bisherigen Umfragen an.

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Agenturvergleich "Karriere-Check"

Der Karriere-Check Agenturen listet Karrierewege in rund 40 Kommunikationsagenturen und hilft so Ein- und Aufsteigern bei der Wahl des passenden Arbeitgebers: Welche Beratungsschwerpunkte hat die Agentur hat, welche Anforderungen stellt sie an Berufseinsteiger  und mit welchem Einstiegsgehalt können Trainees oder Juniorberater dort rechnen? Das Ausbildungsangebot ist darin ebenso gelistet wir die Ansprechpartner für Bewerbungen.

 

Erfahren Sie mehr über den Agenturvergleich "Karriere-Check".

 

 

 

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