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  • 7. Dezember 2015

    Junior Award 2015 – Die Finalisten: Steckbrief 3

    Der internationale deutsche PR-Preis 2015 der DPRG, Kategorie 6: Junior Award
    In  dieser Serie stellen drei der vier Finalisten für den DPRG-Junior Award sich und ihre Konzepte vor.

    Die Aufgabenstellung:

    Aufgabe war es, für den Förderverein Hospiz Hamm e.V. ein professionelles PR-Konzept mit lokaler/regionale Ausrichtung (Analyse, Strategie, Umsetzung, Evaluation) zu erstellen. Anlass sollte eine Aktionswoche bzw. ein Aktionszeitraum des Projekts “Leben bis zuletzt” sein. Bewertungskriterien der Jury waren unter anderem strukturierter Aufbau, kreative Leitidee und Realisierbarkeit. Das vollständige Briefing kann man auf der Seite der DPRG nachlesen.

    Steckbrief 2

    Einreicher: Loreen Abedi, Janine Riedel, Katharina Striewe, PRSH (PR-Studierende Hannover e.V.)

    Das Team

    Loreen Abedi

    Loreen Abedi, PRSH e.V. Alter: 27

    Studiengang: 5. Semester Bachelor Public Relations

    Praktische PR-Erfahrung: Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau (IHK), Praktika im Event- und Marketingbereich sowie in der Konzernkommunikation bei der TUI AG, Student Assistant in der Online-Kommunikation bei Continental sowie in der globalen PR-Abteilung bei Sennheiser, Vorstandsvorsitzende im PRSH e.V., zudem zahlreiche PR-Projekte durch die Hochschule Hannover, unter anderem mit der Sparkasse, Continental und adidas.

    Janine Riedel

    Janine Riedel, PRSH e.V.Alter: 24 Jahre

    Studiengang: 3. Semester Master Kommunikationsmanagement

    Praktische PR-Erfahrung: Bachelorstudium PR, Praktikum bei Volkswagen Nutzfahrzeuge im Bereich Sponsoring & Kooperationen, zahlreiche PR-Projekte durch die Hochschule Hannover, unter anderem mit der ING-DiBa und dem deutschen Sparkassenverband.

    Katharina Striewe

    Katharina Striewe, PRSH e.V.Alter: 24

    Studiengang: 5. Semester Bachelor Public Relations

    Praktische PR-Erfahrung: Werkstudentenstelle im Hochschulmarketing bei univativ, Praktikum in der Unternehmenskommunikation bei TUIfly, Studentische Hilfskraft im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der Hochschule Hannover, Finanzvorstand im PRSH e.V., zudem verschiedene PR-Projekte durch die Hochschule Hannover unter anderem mit der Sparkasse, Continental und adidas.

    Die Motivation

    Unser Kerngedanke zur Teilnahme an der DPRG Junior Award Kategorie: Das ist eine perfekte Gelegenheit für den bundesweiten PR-Nachwuchs, sich unter Beweis zu stellen. Wir waren einfach von der Idee an sich überzeugt. Die Kategorie spiegelt die Vielfalt der Kommunikationsbranche bzw. der jungen, frischen Kreativen unserer Branche wider; dort wollten wir einfach unser Können unter Beweis stellen. Auch daraus, die kommunikative Nachwuchsarbeit speziell in Hannover konstruktiv fortzuführen, erschloss sich unsere Motivation.

    Unsere Herangehensweise

    Die Herangehensweise erfolgte zunächst vor allem durch den persönlichen Kontakt. Um das Anliegen und die Problematik des Auftraggebers genau zu verstehen sowie die Bedürfnisse des Hospizes nachzuvollziehen, brauchten wir ein möglichst genaues Bild von dem Alltag in einem Hospiz, und natürlich ganz speziell von dem Alltag im Christlichen Hospiz Hamm.

    Die Herausforderung

    Die Herausforderung bei der Konzepterstellung war in erster Linie die Thematik. Das Christliche Hospiz Hamm legt besonderen Wert darauf, die Berührungsängste der Angehörigen und die der Gesellschaft aufzuheben. Da auch wir vorher mit dem Thema keine Kontaktpunkte hatten, mussten wir in erster Linie unsere eigenen Berührungsängste in Bezug auf das Thema Tod ablegen, um in die eigentliche Bearbeitung zu gehen. Dies war die größte Herausforderung, um das Konzept am Ende auch greifbar zu gestalten.

    Das Konzept

    Haupterkenntnisse aus der Analyse

    Das Christliche Hospiz Hamm steht neben der praktischen Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung auch für die Aufklärung über die Hospizidee sowie ihre Verankerung im gesellschaftlichen Diskurs und Bewusstsein. Das Hospiz gibt der Hammer Gemeinde einen Ort für das Thematisieren von Tod und Trauer. Die Arbeit des Vereins trägt maßgeblich zur Lebensfreude der Betroffenen bei.

    Die Tätigkeiten und Maßnahmen des Hospizes sind mit erheblichen Kosten und hohem Arbeitsaufwand verbunden. Daher ist das Christliche Hospiz Hamm auf Spender, Unterstützer sowie auch Fördervereinsmitglieder angewiesen und muss sich stets um zusätzliche finanzielle sowie auch physische Unterstützung bemühen, damit das Hospiz in seiner Form aufrecht erhalten werden kann.

    Kernbotschaft

    Das Christliche Hospiz Hamm ist ein Hospiz, das sowohl Unterstützung für die Betroffenen als auch für die Angehörigen und Trauernden bietet. Es agiert eigenständig und hat keine Verbindung zum Kinderhospizverein e.V. Es ist eine fröhliche Einrichtung, die besonderen Wert darauf legt, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten.

    Kreative Leitidee / Strategischer Hebel

    Die kreative Leitidee umschließt alle wesentlichen Faktoren aus der Strategie. Besonders deutlich geworden ist, dass die Stadt Hamm eine wesentliche Rolle für das Christliche Hospiz Hamm spielt. Die regionale Verankerung des Christlichen Hospiz Hamm bildet bildlich betrachtet einen Stamm für das Hospiz. Eine Ebene darunter – unter der schützenden Fassade eines Baumstammes – werden einzelne Jahresringe eines Baumes im Querschnitt sichtbar. Diese zeigen an, wie alt der Baum ist und geben Aufschluss darüber, wie das Leben verlief. Im übertragenden Sinne trägt also auch jeder einzelne Mensch unter seinem “Stamm”, der sich zum Beispiel als Familienrückhalt oder hier als Gemeinde bezeichnen lässt, seine ganz eigenen individuellen “Lebensringe” stets mit sich. Die Anzahl der Ringe kann nicht beeinflusst werden, wohl aber ihre Gestalt.
    Das Christliche Hospiz Hamm setzt an diesem Punkt an und hat es sich zum Auftrag gemacht, den letzten Lebensabschnitt von nicht heilbar kranken Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Den letzten Abschnitt mit Lebensfreude zu füllen, ist eine besondere Herausforderung. In der Situation, in der sich die Betroffenen befinden, kann bereits das Gefühl von Zufriedenheit Freude bedeuten. Häufig sind es die kleinen Dinge, die das Gemüt zufrieden stimmen und somit Freude auslösen. Die kreative Leitidee begegnet somit dem Anspruch, den Hospizgedanken, der das Thema Tod als zentralen Gegenstand beinhaltet, mit dem Thema Lebensfreude zu vereinen. Vor diesem Hintergrund ergab sich die folgende kreative Leitidee: “Lebensringe – Wie machst du`s rund?”
    Aus unserer kreativen Leitdidee generierten wir drei Themenfelder die maßgeblich zur Unterstützung der Maßnahmenideen beitrugen und die Maßnahmen in Bezug zur kreativen Leitidee setzen: Gemeinschaft, Sensibilisierung und Lebensqualität.

    Maßnahmen-Highlight

    Als Maßnahmen-Highlight stand als übergeordnete Maßnahme die Veranstaltung “Rundes Fest im kleinen Garten” im Vordergrund. Die Maßnahme soll die Zielgruppen einerseits über die Arbeit des Hospizes informieren und andererseits einen fröhlichen Charakter kommunizieren.
    Mittelpunkt der Veranstaltung ist die Aktion “Wunschbaum”: Ein Baum (im Stil eines Wunschbaumes) soll mit runden Holzscheiben sowie mit sichtbaren Jahresringen in der Mitte der Veranstaltung platziert werden. Auf diesen Holzscheiben können Betroffene, die vom Christlichen Hospiz Hamm betreut werden, je einen Wunsch verfassen. Hierbei handelt es sich um leicht realisierbare, kleinere Wünsche. Ein Beispiel wäre das Essen einer Rosinenschnecke beim Bäcker um die Ecke, weil das den Betroffenen immer an seine Kindheit erinnert. Mit kleinen Wünschen sollen die Betroffenen ein Stück Zufriedenheit erlangen. Häufig sind es besonders die kleinen Dinge, die eine Sache für eine Person “rund” machen.

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    Junior Award 2015 – Die Finalisten: Die Serie im Überblick
    • Steckbrief 1: Nicole Hackmann, Jan Reinholz und Carina Temmen, PRSH e.V. (PR-Studierende Hannover e.V.)
    • Steckbrief 2: Maren Epping, Clara Lamm, Maria Voskoboynikova, campus relations e.V. (Uni Münster)

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