Newsroom von PR Career Center

  • 19. Juli 2016

    Interview-Serie “Frauen in Führungspositionen” mit Birgit Söllner

    Birgit Söllner leitet zwei Standorte im deutschen Zweig des internationalen Agenturnetzwerks MSLGROUP. Für die Serie “Frauen in Führungspositionen” hat sie unsere Interviewfragen beantwortet:

    DER STECKBRIEF

    Name + Alter: Birgit Söllner, 39 Jahre

    Aktuelle Position: Managing Director bei MSL Germany

    Personal- und Budgetverantwortung: Innerhalb des Managements verantwortlich für den Münchner und Frankfurter Standort der Agentur.

    Frauenanteil unter den Mitarbeitern: 57 %, im Management 42 %

    DAS INTERVIEW

    PR Career Center: Wie alt waren Sie, als Sie Ihren ersten Job mit Führungsverantwortung bekommen haben, und was war das für eine Stelle?

    Birgit Söllner: 2004 übernahm ich die Büroleitung der Berliner Dependance einer auf CSR- und Kulturkommunikation spezialisierten PR-Beratung. Damals war ich 27 Jahre alt, hatte ein junges Team um mich, das ich Schritt für Schritt selbst aufgebaut habe. Die Agentureigentümerin ließ mir viele Freiheiten, und ich konnte sowohl in Sachen Kundenberatung als auch Teamführung eine intensive Lernkurve erfahren.

    PR Career Center: Was hat Ihnen auf Ihrem Karriereweg besonders geholfen, auf Spitzenpositionen zu kommen?

    Birgit Söllner: Ich hatte in meinen bisherigen Stationen immer die Gelegenheit, an konkreten Aufgaben zu beweisen, welches Potential in mir steckt. Ich konnte gestalten, Verantwortung übernehmen und mir auch die richtigen Leute aussuchen, die mich dabei unterstützten. Gleichzeitig wurde mir großes Vertrauen entgegengebracht, in das, was ich vorhatte und tat. Sicher gehört aber immer auch ein bisschen Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

    PR Career Center: Haben Sie das Gefühl, dass Sie für diese Karriere persönlich viel opfern mussten?

    Birgit Söllner: Eigentlich nicht. Ich habe mich ja bewusst für meine Rollen entschieden, stecke da grundsätzlich viel Herzblut rein und: Mir macht meine Arbeit einfach Spaß. Natürlich gehört dazu aber auch ein ordentliches Maß an Flexibilität und Bereitschaft, sich reinzuknien – das war und ist ok. Generell habe ich aber keine Abstriche gemacht, was mein privates Glück angeht – und habe mittlerweile zwei kleine Kinder. Heute habe ich noch mehr Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten, als zu Beginn meiner Karriere. MSL Germany legt viel Wert auf ein familienfreundliches Arbeitsumfeld und ermöglicht Einiges an Flexibilität. Das schätze ich enorm.

    PR Career Center: Glauben Sie, dass es für Frauen in Kommunikationsberufen leichter ist, Karriere zu machen, als in anderen Arbeitsfeldern oder Branchen, und wenn ja, woran liegt das?

    Birgit Söllner: Ich weiß nicht, ob es unbedingt leichter ist. Tatsächlich gibt es vielleicht eine statistisch höhere Wahrscheinlichkeit, einfach weil in der Kommunikation deutlich mehr Frauen arbeiten als z.B. in technischen Berufen. Und sicher sind Aspekte wie Empathie o.ä. – vermeintlich klassische Frauenstärken – in der Kommunikation gefragter als anderswo. Aber grundsätzlich würde ich auch für die Kommunikationsbranche sagen, dass auch hier letztendlich Erfolg und entsprechende Förderung und Gelegenheit sich zu beweisen, entscheidend sind.

    PR Career Center: Haben Sie den Eindruck, dass es genug führungswilligen weiblichen Nachwuchs in der Kommunikation gibt oder könnte man hier noch stärker motivieren, mehr Anreize schaffen oder ähnliches?

    Birgit Söllner: Ich denke schon, dass es genügend weibliche Talente gibt, die Führungswillen haben. Meiner Ansicht nach helfen zwei Aspekte: zum einen Chancen bieten, Verantwortung und inhaltlich wirklich spannende Beratungsaufgaben zu übernehmen. Und zum anderen ein gutes Arbeitsumfeld bieten, das neben Karriere auch Familie ermöglicht. Nachwuchs wird bei vielen Frauen irgendwann doch ein Thema, und nicht alle möchten Vollzeit wieder einsteigen oder können sich die Aufgaben mit ihrem Partner teilen. Bei MSL Germany wird aus diesem Grund ein hohes Maß an Flexibilität geboten und eine transparente Kommunikation zu Rollen und Erwartungshaltung gepflegt. Das halte ich für sehr hilfreich.

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