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  • 5. Juli 2015 Kommoguntia

    Die Trends von heute für morgen denken – DPRG-Zukunftsforum 2015

    Die Deutschen Public Relations Gesellschaft lud in diesem Jahr zum ersten Zukunftsforum zum Thema „Die Trends von heute für morgen denken“ nach Gelsenkirchen ein. Zahlreiche Mitglieder der DPRG, Studenten, Initiativen und Vertreter der Presse waren in den Räumlichkeiten der Westfälischen Hochschule anwesend, um über die Zukunft und Perspektiven der Kommunikations-Branche zu diskutieren und sich auszutauschen. Eröffnet wurde das Forum durch Ansprachen vom DPRG Präsidenten Norbert Minwegen, dem Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen Frank Baranowksi und dem Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Bernd Kriegesmann.

    Prof. Dr. Christof E. Ehrhart, Executive Vice President Corporate Communications & Responsibility Deutsche Post DHL, schaffte es trotz just an diesem Tag beginnenden Streiks bei der DHL zum Forum und lieferte die erste Keynote des Tages. Er sprach zum Ende der (bisher gekannten) PR und einem Umbruch innerhalb der Branche. So ändern sich die Ansprüche der Öffentlichkeit an die Kommunikation von Unternehmen, heute wird beispielsweise statt Vertrauen Transparenz gefordert, bekannte Hierarchien verschieben sich. Die Unternehmenskommunikation befindet sich in einer Art Postmoderne, bekannte Muster, Strukturen und Regeln gehörten auf den Prüfstand gestellt und sollten überdacht werden.

    Es folgte die Podiumsdiskussion zum Thema „Wann ist Lobbying legitim“. Ulrike Braubach, freie Journalistin und Beraterin, fragte Prof. Dr. Marco Althaus, Professor für Sozialwissenschaften von der Technischen Hochschule Wildau, und Fredy Müller, MC&P Müller Consulting und Partner GmbH, nach den Arbeitsmethoden von Lobbyisten sowie deren tatsächliche Einflussmöglichkeiten, über die Meinung der Öffentlichkeit und Politik zur Lobby-Arbeit sowie die zukünftigen Möglichkeiten für eine stärkere Anerkennung dieses Berufes.

    Der selbstständige Journalist Thomas Schulz hielt vor der Mittagspause noch ein spannendes Impulsreferat zu strategischen Ausrichtungen und verschiedenen Führungskulturen in der Unternehmenskommunikation in Krisensituationen. Dabei erklärte er anhand von unterschiedlichen Beispielen aus seinem Arbeitsalltag die Probleme und Fehler bei der internen Kommunikation, wenn es gerade auf die Kommunikation und den übergreifenden Dialog im Unternehmen ankommt.

    Nach der Mittagspause gab es die zweite Keynote des Tages von Michael Groschek, dem Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr von NRW, zur Digitalisierung eines vom in der Vergangenheit vom Kohlabbau geprägten Bundeslandes und die Chancen, aber auch Probleme, die in diesem Wandel stecken. Für den Nachmittag waren dann zahlreiche Panels angesetzt – wir hatten die Qual der Wahl. In der ersten Runde waren wir zu Gast bei Ann Kristin Plüss, Leitern von Marketing und Kommunikation bei Hahnemühe FineArt, die uns etwas über den im vergangenen Jahr durchgeführten Relaunch der Unternehmens-Homepage sowie einer einhergehenden Umstrukturierung der Social-Media-Kanäle erzählte.
    Bevor es in die zweite Panel-Runde ging gab es zunächst noch die Keynote von Peter Höbel, Managing Partner von der Unternehmensberatung crisadvice GmbH, zur Krisenkommunikation. Höbel veranschaulichte dem Plenum die Vorgehensweisen und Techniken von Kommunikationsabteilungen bei akuten Krisen an aktuellen Beispielen aus der Praxis. Als Ausgangspunkt seiner Analyse dienten ihm die Grundbedürfnisse des Menschen, die allem Handeln und Denken zugrunde liegen und leiten. Hier setzt die Krisenkommunikation an, es gilt den Angstzyklus und das Misstrauen zu durchbrechen und eine Vertrauensebene zu schaffen. Das Panel zu “Die Ruhe nach dem Sturm – Was tun, wenn die Krise vorbei ist” leitete Jochen Reinhardt, Leiter Kommunikation und Marketing der BWI Informationstechnik GmbH. Gegenstand des Vortrags und der Diskussion war das Großprojekt IT-Modernisierung der Bundeswehr (HERKULES) und der Umgang mit der Öffentlichkeit, den Mitarbeitern und der Politik nach der Krise.

    Zum Abschluss des abwechslungsreichen Forumstags wurde der Fokus in Richtung Nachwuchs gerichtet und die Chancen und Risiken in Zeiten von Digitalisierung für die berufliche Entwicklung im Podium diskutiert. Mit dabei waren Christina Simon, Corporate Employer Branding Manager bei Henkel, Nils Seger, Co-Founder RCKT. Rocket Communications, Philip Müller, geschäftsführender Gesellschafter bei der PRCC Personal- und Unternehmensberatung, und als Moderator Thomas Lüdeke, DPRG-Vorstandsmitglied und Ansprechpartner für die Young Professionals. Themen waren hierbei vor allem die Trends in der digitalen Entwicklung, die Bedeutung der Digitalisierung für Jobs in der Kommunikationsbranche sowie die Vorteile oder auch Nachteile, die sich für Bewerber daraus möglicherweise ergeben. Die Einschätzung der Podiumsteilnehmer, was die wirklich wichtigen Punkte in Lebenslauf und persönlicher Entwicklung betrifft, durften natürlich ebenfalls nicht fehlen. Prof. Dr. Stefan Hencke, Vizepräsident des DPRG, verabschiedete anschließend alle Teilnehmer mit einem Blick in die Zukunft und den Aussichten auf ein mögliches Zukunftsforum im kommenden Jahr, um auch weiterhin die Veränderungen und den Wandel in der Medienlandschaft und der Kommunikationsbranche, zu betrachten.

    Am Abend bot sich dann noch für alle die Möglichkeit, sich beim Essen im wunderbaren “stadt.bau.raum”, der ehemaligen Zeche Consolidation, tiefergehend über die bisherigen Erfahrungen und die Vorstellungen zu anstehenden Entwicklungen auszutauschen.

    Wir danken dem DPRG, der Westfälischen Hochschule sowie den Studenten der WHS für die tolle Organisation und das interessante Programm. Wir haben viel gelernt, Anregungen mitgenommen und kommen im nächsten Jahr sehr gerne wieder! 

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