Newsroom von DAPR

  • 20. September 2017 Katja Unali

    DAPR-Interview mit Hans-Gerd Bode

    Hans-Gerd Bode ist Leiter Konzernkommunikation und Investor Relations der Volkswagen AG. Mit ihm haben wir über seine Anforderungen an die Volontärsausbildung und eine Zertifizierung als wünschenswerten neuen Branchenstandard gesprochen. Gemeinsam mit dem Wolfsburger Konzern hat die DAPR diese Zertifizierung entwickelt und im Juli dieses Jahres an den Start gebracht. Das Interview mit Hans-Gerd Bode ist ursprünglich im DAPR-Blog erschienen:

    DAPR: Was müssen Volontäre heute lernen, damit sie wirklich fit für die Arbeit in einer Kommunikationsabteilung sind?

    Hans-Gerd Bode: Genauso schnell wie sich die Kommunikationswelt verändert, müssen sich auch Volontäre in ihren Fähigkeiten und Denkweisen verändern können. Natürlich sind die Kenntnis der journalistischen Grundlagen und der Arbeitsabläufe in Redaktionen ein Must-Have. In Zeiten der “Fake News” ist seriöse Arbeit an beiden Seiten des Schreibtisches, also sowohl in den Redaktionen als auch in den Pressestellen, wichtiger denn je. Aber ebenso wichtig: das Adaptieren von kommunikativen Trends, das natürliche Bewegen im Social Web und in neuen Apps, das Denken in Kommunikationsstories und weniger in Kanälen. Das möchten wir unseren Volontären mit auf den Weg geben, indem wir ihnen einen sehr breiten und internationalen Blick im Volkswagen Konzern ermöglichen – und andersherum möchten wir genauso von ihnen das frische Denken lernen.

    DAPR: Eine große Änderung bei Ihrem Volontariatsprogramm ist die Zertifizierung durch die DAPR als neutrale Stelle. Wieso ist Ihnen das wichtig?

    Hans-Gerd Bode: Bei der PR-Ausbildung gibt es keine einheitlichen Branchenstandards. Gemeinsam mit der DAPR als unabhängigem Partner haben wir daher Ausbildungsstandards für Volontäre entwickelt. Diese halten wir jetzt konsequent bei unserem Kommunikationsnachwuchs ein, der nach erfolgreichem Abschluss den anerkannten Titel “Kommunikationsreferent DAPR” tragen darf. Für die Branche und unsere Volontäre wünschen wir uns, dass sich weitere Unternehmen und Agenturen dem neuen Standard anschließen.

    DAPR: Viele Kommunikationsagenturen klagen über Nachwuchsprobleme und dass Einsteiger lieber direkt ins Unternehmen gehen. Bekommt Volkswagen als bekannter Konzern somit nicht eh die Bewerbungen der Besten?

    Hans-Gerd Bode: Tatsächlich bekommen wir ständig sehr gute Bewerbungen. Und dieses große Interesse freut uns als Arbeitgeber natürlich sehr. Aber als Berufseinsteiger soll das intensive Lernen nicht mit dem Eintritt ins Unternehmen enden. Genau deshalb ist es wichtig, den Interessenten dieses fundierte, internationale und langfristig ausgerichtete Volontariat zu bieten. Denn erst so werden die besten Bewerber noch bestmöglich weiterentwickelt.

    DAPR: Zu einem hohen Qualitätsstandard in der Ausbildung gehört ja auch eine individuelle Förderung von Talenten. Wie gehen Sie auf die jeweiligen Talente und Interessen des Nachwuchses schon während des Volontariats ein?

    Hans-Gerd Bode: Wer schon zu Beginn des Volontariats weiß, welche Richtung ihn interessiert, auf dessen Wünsche werden wir eingehen. Wer sich unbedingt im TV-Team mit Visualisierung auseinandersetzen möchte, der wird in diesem Feld gefördert. Der ganzheitliche Blick auf die Kommunikation darf aber nie fehlen, daher sind Bereichswechsel immer fest eingeplant. Natürlich haben wir uns mit der DAPR aber auch auf verpflichtende Ausbildungsinhalte verständigt, in denen das nötige Basiswissen vermittelt wird. Jeder Volontär wird beispielsweise einen unserer Sprecher unterstützen, bei Social-Media-Kampagnen mitarbeiten und Seminare bei der DAPR besuchen.

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